Herbert Bergmann-Hannak Hafen Kloster Hiddensee, 1973

Herbert Bergmann-Hannak.
Malerpoet und Pazifist

19.09. – 18.10.2018, Kloster / Hiddensee, GALERIE AM TORBOGEN

Pressemitteilung zur dritten Ausstellung des Kunstvereins Hiddensee e.V.:

Herbert Bergmann-Hannak. Malerpoet und Pazifist

Künstler und Pazifist. Pazifist und Künstler. Unmöglich zu sagen, was Herbert Bergmann-Hannak mehr bewegt, mehr angetrieben hat. Wie viele Jungen, wie viele Männer seiner Generation kam er mit schlimmen Traumata aus dem Zweiten Weltkrieg nach Hause. Die Kunst half ihm beim Verarbeitenseiner Erlebnisse.

Geboren im Jahr 1921 in Kraliky/Tschechien, gehen die Dinge zunächst ihren normalen Gang. Dem Besuch der Volks- und Bürgerschule folgt eine Ausbildung zum Weber. Seine Lehre kann er noch beenden, dann bricht der Krieg aus. In seinem 4. Kriegsjahr wird er schwer verwundet und scheidet ein Jahr später endgültig aus der Wehrmacht aus. Er besucht die Textilfachschule in Liberec, wird Musterzeichner in seiner Heimatstadt.
Ein schwerer Einschnitt ist die Aussiedelung aus der Heimat, die sowjetische Besatzungszone muss neue Heimat werden. Herbert Bergmann-Hannak nutzt die Chancen, die sich ihm nun bieten. Studium der Architektur und bildenden Künste bei Heinz Trökes in Weimar, Studium in Dresden bei Fritz Dähn, Meisterschüler an der Akademie der Künste in Berlin bei Heinrich Ehmsen. 1953 bis 1957 ist er Assistent an der Kunsthochschule Berlin. Danach ist er als freischaffender Künstler tätig, bis zu seinem Tod im Jahr 2013.
Die Themen im künstlerischen Schaffen Herbert Bergmann-Hannaks sind äußerst vielseitig. Zwei große Themen aber beherrschen sein Werk. Es ist dies zum einen die Natur, deren Schönheit er mit liebevollem Blick und Bewunderung preist, auf deren Gefährdung er aber auch immer wieder hinweist.
Zum anderen wird sein Schaffen durch seine Kriegserlebnisse bestimmt. Mehr und mehr wird er zum Mahner. „Nie wieder Krieg!“ so spricht es eindringlich aus seinen Bildern. Damit gewinnen seine Werke auf bedrückende Art und Weise wieder an Aktualität.
In seinem künstlerischen Nachlass finden sich auch zahlreiche Darstellungen der Insel Hiddensee. Über 20 Jahre verbringt er mit seiner Frau den September auf der Insel und lässt sich hier alljährlich zu weiteren Werken inspirieren. Einige werden nun in der Galerie am Torbogen zu sehen sein. Die Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung der Kirchgemeinde Hiddensee statt und wird täglich
von 13 bis 17 Uhr durch ehrenamtliche Helfer betreut.

Kunstverein Hiddensee e.V.
Kontakt: Zum Hochland 7, 18565 Kloster/Hiddensee

Mail: info@kunstverein-hiddensee.de
www.kunstverein-hiddensee.de

Galerie: Am Klostertor 2, 18565 Kloster/Hiddensee
Öffnungszeiten: täglich 13 bis 17 Uhr